Infos und Merkblätter - B&B General Consulting GmbH

Drucken
blue line
Logo bbgc
BERONO Holding AG
Direkt zum Seiteninhalt

Infos und Merkblätter

Nützliche Infos...
Gesellschaftsrecht - Abschaffung Inhaberaktien

Bundesrat setzt BG zur Umsetzung von Empfehlungen des Global Forum in Kraft   
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. September 2019 beschlossen, das Bundesgesetz zur Umsetzung von Empfehlungen des Global Forum über Transparenz und Informationsaustausch für Steuerzwecke auf  den 1. November 2019 in Kraft zu setzen. Gemäss dem Gesetz werden die Inhaberaktien grundsätzlich abgeschafft. Inhaberaktien sind nur noch zulässig, wenn die Gesellschaft Beteiligungspapiere an einer Börse kotiert oder die Inhaberaktien als  Bucheffekten ausgestaltet hat. Gesellschaften, die diese Voraussetzungen  erfüllen, müssen innert 18 Monaten ab Inkrafttreten des Gesetzes, d.h.  bis am 30. April 2021 im Handelsregister eine entsprechende Bemerkung eintragen lassen. Am 1. Mai 2021 werden unzulässige Inhaberaktien von Gesetzes wegen in Namenaktien umgewandelt. Das Handelsregisteramt hat die entsprechende Änderung von Amtes wegen in das Handelsregister einzutragen. Es trägt gleichzeitig eine Bemerkung ein, dass die Belege vom Eintrag abweichende Angaben enthalten. Die Aktiengesellschaften, deren Aktien von Gesetzes wegen umgewandelt wurden, müssen bei der nächsten Statutenänderung die Statuten an die Umwandlung anpassen. Das Handelsregisteramt weist jede Anmeldung zur Eintragung einer anderen  Statutenänderung zurück, solange diese Anpassung nicht vorgenommen  worden ist.

Das Gesetz sieht auch ein Verfahren zur Identifikation von Aktionären vor, die ihrer Meldepflicht gegenüber der Gesellschaft nicht nachgekommen und deren Aktien umgewandelt worden sind. Aktien von nicht gemeldeten Aktionären werden fünf Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes, d.h. am 1. November 2024, nichtig. Weiter sieht das Gesetz eine Busse für Aktionäre oder Gesellschaften vor, die es versäumen, die wirtschaftlich berechtigten Personen zu melden oder das Aktienbuch sowie das Verzeichnis über die an Aktien wirtschaftlich berechtigten Personen zu führen. Zudem verpflichtet das Gesetz Rechtseinheiten mit Hauptsitz im Ausland und tatsächlicher Verwaltung in der Schweiz, am Ort der tatsächlichen Verwaltung ein Verzeichnis ihrer Inhaber zu führen.

Quelle: www.zg.ch


Steuern

Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)
Ziel der STAF ist ein international konformes, wettbewerbsfähiges Steuersystem für Unternehmen und die Stärkung der AHV. Mit der Steuerreform sollen die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz gewahrt sowie Arbeitsplätze und mittel- bis längerfristig Steuereinnahmen gesichert werden. Zudem verschafft die Vorlage der AHV dringend benötigte Mehreinnahmen und leistet damit einen Beitrag zur Sicherung der Renten. Für Bundesrat und Parlament ist die Vorlage ein ausgewogener Kompromiss, von dem die gesamte Bevölkerung profitieren wird. Mit den Steuermassnahmen soll ein wettbewerbsfähiges und ausgewogenes System geschaffen werden. Bisherige Steuerprivilegien für überwiegend international tätige Unternehmen (Statusgesellschaften) werden aufgehoben. Künftig gelten für alle Unternehmen – für Grosskonzerne wie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – die gleichen Besteuerungsregeln. Bei der AHV besteht ebenfalls Handlungsbedarf, weil Einnahmen und Ausgaben zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten. Die AHV-Steuerreform verbessert die finanzielle Situation der AHV wesentlich und trägt so dazu bei, die Renten der AHV zu sichern.

Bisherige Steuerprivilegien für überwiegend international tätige  Unternehmen (Statusgesellschaften) werden aufgehoben. Ausgangspunkt der Steuerreform ist die Abschaffung der international  nicht mehr akzeptierten Regelungen für kantonale Statusgesellschaften.  Damit die Schweiz weiterhin ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt,  wird diese Massnahme durch die Einführung neuer steuerlicher  Sonderregelungen zur Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E)  begleitet: Die Patentbox bewirkt, dass ein Teil der Gewinne aus  Erfindungen in den Kantonen künftig ermässigt besteuert wird. Zudem  haben die Kantone die Möglichkeit, einen zusätzlichen Abzug von  höchstens 50 Prozent für F&E-Ausgaben vorzusehen. Darüber hinaus  können Kantone mit einer effektiven Gewinnsteuerbelastung von mindestens  18,03 Prozent einen Abzug für Eigenfinanzierung einführen. Diese  Sonderregelungen werden von einer Entlastungsbegrenzung flankiert. Sie  sieht für die Kantone verbindlich vor, dass ein Unternehmen immer  mindestens 30 Prozent seines steuerbaren Gewinns vor Anwendung der  Sonderregelungen versteuern muss.

Im Sinne eines sozialen Ausgleichs werden die neuen steuerlichen  Sonderregelungen für Unternehmen durch Massnahmen zur Finanzierung der  AHV ergänzt. Die finanzielle Lage der AHV verschlechtert sich zusehends,  weil die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. Die Vorlage stellt  sicher, dass der AHV bereits ab 2020 pro Jahr zusätzlich 2 Milliarden  Franken zufliessen werden. Von den Mehreinnahmen steuert der Bund rund  800 Millionen Franken bei. Die restlichen 1,2 Milliarden Franken tragen  die Unternehmen und die Versicherten. Erstmals seit über 40 Jahren  werden die Beiträge für die AHV leicht angehoben. Die Erhöhung beträgt  0,3 Prozentpunkte. Der Beitragssatz von Arbeitgebenden und  Arbeitnehmenden wird um je 0,15 Prozent erhöht, also um je 1,50 Franken  auf 1000 Franken Lohn.

Quelle: Eidgenössisches Finanzdepartement

Fakten - Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF):
  • Erhöhung der Dividendenbesteuerung auf 70 Prozent beim Bund und auf  mindestens 50 Prozent in den Kantonen, wobei die Kantone auch eine  höhere Besteuerung vorsehen können;
  • Anpassungen beim Kapitaleinlageprinzip – Einschränkung der steuerbefreiten Ausschüttung von Kapitaleinlagereserven
  • Reduktion der Gewinnsteuersätze ab 2020/21
  • Auswirkungen sind von Kanton zu Kanton und je nach Gemeinde unterschiedlich
  • Ordentliche Besteuerung der Statusgesellschaften (z.Bsp. Holding); d.h. Abschaffung der Steuerbefreiung auf Stufe Gewinnsteuern (exkl. Beteiligungsabzug) / bei der Kapitalsteuer sind gewisse Erleichterungen vorgesehen (z.Bsp. für Beteiligungen, Patente oder weitere Rechte sowie konzerninterne Darlehen)
  • Erhöhung der AHV-Beiträge (+0,30%)


Arbeitsrecht

Die Stellenmeldepflicht
Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2017 entschieden, wie das Gesetz zur Umsetzung des Verfassungsartikels zur Steuerung der Zuwanderung (Art. 121a BV) auf Verordnungsebene umgesetzt wird. Das Gesetz sieht insbesondere die Einführung einer Stellenmeldepflicht in denjenigen Berufsarten vor, in denen die Arbeitslosenquote einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Ab dem 1. Juli 2018 gilt ein Schwellenwert von 8 Prozent und ab dem 1. Januar 2020 ein Schwellenwert von 5 Prozent. Die Übergangsphase ermöglicht es den Arbeitgebern und den Kantonen, ihre Prozesse und Ressourcen zur Bearbeitung der zu meldenden Stellen sowie ihre Zusammenarbeit an die neue Regelung anzupassen.

In der Liste der Berufsarten (PDF, 78 kB, 26.06.2018) ist festgehalten, welche Berufsarten vom 1. Juli 2018 bis und mit 31. Dezember 2019 bei einem Schwellenwert von 8 Prozent Arbeitslosigkeit meldepflichtig sind.

Ablauf der Stellenmeldepflicht
Arbeitgeber sind folglich verpflichtet, alle zu besetzenden Stellen in Berufsarten, in denen die Arbeitslosenquote den Schwellenwert erreicht oder übersteigt, den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zu melden. Die RAV hat den Arbeitgebern innert drei Arbeitstagen mitzuteilen, ob passende Dossiers gemeldet sind. Die Arbeitgeber laden geeignete Stellensuchende zu einem Bewerbungsgespräch oder zu einer Eignungsabklärung ein und teilen den RAV mit, ob eine Anstellung erfolgt. Die meldepflichtigen Stellen unterliegen einem Publikationsverbot von fünf Arbeitstagen. Dieses beginnt am Arbeitstag nach Versand der Bestätigung, dass die Stelle im Informationssystem der ALV durch die RAV erfasst wurde unabhängig davon, ob die RAV den meldenden Arbeitgebern passende Dossiers übermitteln können. Damit erhalten die Stellensuchenden einen zeitlichen Vorsprung auf dem Stellenmarkt, den sie nutzen können, um sich rasch und aus eigener Initiative auf die freien Stellen zu bewerben. Aus diesem Grund kann der Informationsvorsprung nicht verkürzt werden, wenn die RAV keine passenden Dossiers finden.

Die Ausnahmen
Zusätzlich zur gesetzlichen Ausnahme (keine Meldepflicht, wenn Stellen durch Stellensuchende besetzt werden, die bei den RAV gemeldet sind) sind in der Verordnung drei weitere Ausnahmen vorgesehen. Offene Stellen müssen nicht gemeldet werden, wenn:

1. Stellen innerhalb eines Unternehmens, einer Unternehmensgruppe oder  eines Konzernes besetzt werden mit Personen, die seit mindestens 6  Monaten angestellt sind; dies gilt auch für Lernende, die im Anschluss  an die Lehre angestellt werden;

2. die Beschäftigung maximal 14 Kalendertage dauert und wenn

3. Personen angestellt werden, die mit Zeichnungsberechtigten im  Unternehmen durch Ehe oder eingetragene Partnerschaft verbunden oder in  gerader Linie oder bis zum ersten Grad in der Seitenlinie verwandt oder  verschwägert sind.

Quelle: SECO - Staatssekretariat für Wirtschaft, Stand 09.08.2018


Mehrwertsteuer

Übersicht über die wichtigsten Änderungen Mehrwertsteuergesetz per 01.01.2018
Anlässlich der Volksabstimmung vom 24. September 2017 wurden der Bundesbeschluss vom 17. März 2017 über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Bundesgesetz vom 17. März 2017 über die Reform der Altersvorsorge 2020 abgelehnt.
                                  
Die Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes bringt für die Mehrzahl der inländischen Unternehmen keine wesentlichen Änderungen. Durch den Abbau mehrwertsteuerbedingter Wettbewerbsnachteile soll aber die Situation der Schweizer Unternehmen indirekt verbessert werden:
  • Neu ist der weltweite Umsatz für die Begründung der Steuerpflicht massgebend. Alle Unternehmen, die entweder in der Schweiz ansässig sind oder Leistungen in der Schweiz erbringen und im In- und Ausland pro Jahr mindestens 100‘000 Franken Umsatz aus nicht von der Steuer ausgenommenen Leistungen erzielen, sind ab dem 1. Januar 2018 obligatorisch mehrwertsteuerpflichtig.
  • Ab 1. Januar 2019 wird neu in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig, wer für mindestens 100‘000 Franken pro Jahr von der Einfuhrsteuer befreite Kleinsendungen (d.h. die Einfuhrsteuer beträgt nicht mehr als 5 Franken) vom Ausland in die Schweiz sendet.

Überblick über eine Auswahl weiterer Änderungen:
  • Von der Steuer ausgenommene Leistungen können neu auch durch blosse Deklaration in der MWST-Abrechnung freiwillig versteuert (Option) werden. Ein Hinweis auf die MWST in der Rechnung ist nicht mehr zwingend nötig.
  • Für elektronische Zeitungen, Zeitschriften und Bücher gilt neu der reduzierte Steuersatz.
  • Der fiktive Vorsteuerabzug ist neu auch beim Erwerb von Betriebsmitteln und ungebrauchten Waren möglich.
  • Sammlerstücke wie Kunstgegenstände, Antiquitäten und dergleichen unterliegen neu der Margenbesteuerung. Daher ist der fiktive Vorsteuerabzug auf diesen Gegenständen nicht mehr möglich.
  • Bezüglich der Lieferungen wird die Bezugsteuer neu nur noch auf Lieferungen unbeweglicher Gegenstände angewendet.
  • Für die Steuerpflicht der Gemeinwesen ist neu nur noch die Umsatzgrenze von 100‘000 Franken massgeblich.
  • Sämtliche Leistungen zwischen Gemeinwesen und den ausschliesslich von ihnen gehalten oder gegründeten Organisationen sind neu von der Steuer ausgenommen.
  • Stiftungen und Vereine, zu denen eine besonders enge wirtschaftliche, vertragliche oder personelle Beziehung besteht, gelten als eng verbundene Personen und es kommt der Drittpreisvergleich zur Anwendung. Vorsorgeeinrichtungen gelten nicht als eng verbundene Personen.

Mit Ausnahme der Versandhandelsregelung (Art. 7 Abs. 3 Bst. b  revMWSTG) ist das teilrevidierte MWSTG und die teilrevidierte Mehrwertsteuerverordnung am 1. Januar 2018 in Kraft getreten.
                                 
Änderung der Mehrwertsteuersätze per 1. Januar 2018
In Zusammenhang mit der Umsetzung der Teilrevision des MWST-Gesetzes wird das MWST-Abrechnungsformular inhaltlich angepasst. Ab dem 1. Januar 2018 gelten somit neu die folgenden Mehrwertsteuersätze:


 
Reduzierte Saldosteuersätze ab 1. Januar 2018
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat die Verordnung über die Höhe der Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten (SSS-Verordnung) angepasst. Acht von zehn Sätzen fallen tiefer aus.
Mit der neuen Verordnung reduzieren sich die Saldosteuersätze (SSS) ab dem 1. Januar 2018:





Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV


____________________________________________________

Weitere nützliche Infos:                                            








Logo veb.ch
© 2000-2020 B&B General Consulting GmbH
all rights reserved
© 2000-2020 B&B General Consulting GmbH
Logo 20 Jahre B&B General Consulting GmbH
Zurück zum Seiteninhalt